We use cookies to optimize the information on this website for you and to personalize content. So that we can improve the performance of the website, we process anonymized visitor data. By clicking "accept" you agree to the use of these services. In the cookie settings, you can revoke or change your selection at any time. To the privacy policy.

Die E-world 2026 – Ein Rückblick aus Beratersicht

18. February 2026 Bianca Lehmann
news-header

Die E‑world 2026 hat gezeigt, wie viel Aufbruch in der Wärmewende steckt: Endlich geht es vom Zögern ins Machen. Wärmepläne stehen, Projekte nehmen Fahrt auf – jetzt braucht es Mut zu neuen Finanzierungswegen und modernen Vertriebsansätzen. 

Das 25jährige Jubiläum E-world energy & water in Essen war eine ganz besondere E-world. Natürlich stellt die E-world eine feste Größe im Kalender allderjenigen die in der Energiewirtschaft zuhause sind dar, aber wenn man ehrlich ist, gab es in der Vergangenheit gute und eben bessere Messen.

Grund hierfür war insbesondere die spürbare Lust auf die Umsetzung konkreter Projekte im Bereich der Wärmewende. Waren die vergangenen Jahre eher von einer diffusen Wartestellung der Akteure geprägt, so war in diesem Jahr der Wunsch in die Umsetzung zu gehen deutlich spürbar. Die kommunalen Wärmepläne sind vielerorts fertig oder befinden sich kurz vor der Veröffentlichung. Die BEW-Trafopläne sind bereits beschieden, eingereicht oder stehen kurz vor der Finalisierung. Potenziale sind identifiziert und münden in konkrete Projekte.

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es müßig ist, auf den perfekten politischen und rechtlichen Rahmen zu warten. Der kommt, leider, eh nicht mehr. Dafür sind die Interdependenzen zwischen den verschiedenen Bereichen der Energiewirtschaft inzwischen einfach zu komplex.

Ein großes Thema in den Hallen waren die zwei letzten noch zu lösende Hürden: die Finanzierung der Projekte und die Organisation eines skalierbaren Vertriebs. Technische Machbarkeit stellt kein Problem mehr dar. Wir können heute mit dem Baukasten aller technischen Möglichkeiten die Dekarbonisierung darstellen. Die Vertriebe müssen sich allerdings  teilweise neu erfinden und alternative Wege im Bereich des Wärme- und EDL-Vertriebs gehen.

Massive Investitionen, insbesondere im Bereich der leitungsgebundenen Wärme, brauchen neue Finanzierungsinstrumente und -partner und sind vielerorts über bisherige Instrumente nicht darstellbar. Hier wurden auf der E-world interessante Ansätze zur Integration neuer, teilweise internationaler, Finanzierungsinstrumente präsentiert. Hier wird die Branche in Zukunft einiges an Bewegung sehen.

Die neuen Vertriebsansätze müssen, sofern sie denn erfolgreich sein sollen, auf den in den letzten Jahren gesammelten und verschnittenen Massendaten der digitalen Zwillinge der Versorgungsgebiete basieren. Was früher in einem aufwändigen Beratungsgespräch vor Ort errechnet und erklärt wurde, kann man heute skalierbar online erreichen – zu einem Bruchteil der Kosten und mit höherer Vertriebseffektivität.

Dazu braucht es nicht immer die große KI-basierte Megalösung. Effiziente Tools, wie z. B. unser WärmeWegWeiser bieten hier interessante und schnell umzusetzende Möglichkeiten für Stadtwerke und Energieversorger.

Was bleibt von der E-world 2026 sonst noch in Erinnerung? Wir würden sagen: der Fokus ist wieder bei den Kernthemen der Energiewirtschaft angekommen. Selbst hartgesottene Energiewirtschaftler:innen blieben in der Vergangenheit mit einigen Fragezeichen vor so manchem Stand stehen: Was ist das für ein Produkt und was hat das mit der Energiewirtschaft zu tun? Das gab es 2026 so gut wie gar nicht mehr. Eine schöne Entwicklung.

Und sonst? Die Messe wird weiblicher, sie wird jünger und internationaler. Auch das hat uns sehr gefallen, eine nächste Generation von Führungskräften, keinen Gender-Gap mehr und viele Expert:innen aus dem Ausland zum Austausch in Essen. Vielen Dank an das E-world-Team von Steffi Hamm für diese Möglichkeit.

Jetzt sind es nur noch rund 365 Tage bis zum nächsten Klassentreffen der Energiewirtschaft auf der E-world in Essen. Wir sehen uns, spätestens, dort. 

Ansprechpartner Finanzierung: Immo Drobnik / Hanno Jörn Büse 

Ansprechpartner Vertrieb: Juliane Hauskrecht / Bianca Lehmann