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News Jahresrückblick 2025 (Teil 2 von 4)

09. December 2025
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Mit 2025 blicken wir auf ein Jahr, das uns sowohl gefordert als auch bereichert hat. In unserer vierteiligen Advents-Serie geben wir Einblicke in die Erfahrungen, die wir gesammelt haben, und die Erkenntnisse, die wir mit ins neue Jahr nehmen werden. Im zweiten Teil der Serie gibt das Team Infrastrukturplanung Einblicke in ihre Projektarbeit.

Für das Team Infrastrukturplanung rund um Manager Philipp Melzer war im Jahr 2025 der Name Programm: Mit dem Fokus auf die kommunale Wärmeplanung hat das Team wirtschaftliche und umsetzbare Wege zur emissionsfreien Wärmeversorgung bis 2045 skizziert.
Mittlerweilweile laufen die Planungen in Deutschland auf Hochtouren. Laut dem Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW) befinden sich die meisten großen und mittleren Kommunen über 10.000 Einwohner momentan in der Bearbeitung.

1. Die kommunale Wärmeplanung als wichtiger Baustein der Wärmewende

Wir konnten dieses Jahr aktiv unseren Beitrag zum Gelingen der Wärmewende leisten und haben im Rahmen der kommunalen Wärmeplanungen über 30 Abschlussberichte übergeben. Im Kern der Planungen steht immer die Frage: Wo sind Wärmenetze umsetzbar, wo wird dezentral geheizt?
Dazu waren wir in der gesamten Republik unterwegs - von Millionenmetropolen bis hin zur Kleinstgemeinde. Wir haben die regionalen Bedingungen untersucht und digital aufgenommen, unzählige Gespräche geführt, Diskussionen begleitet, Modelle parametriert, gemeinsam Strategien entwickelt und Bürger informiert.
Dabei gibt es keine "one-fits-all"-Lösung, denn genauso verschieden wie die Städte und Gemeinden in Deutschland sind, genauso unterschiedlich sind die Startbedingungen und Möglichkeiten für eine zukünftige Wärmeversorgung. Von unseren Standorten Berlin und Essen aus konnten unsere erfahrenen Projektleiter Marc Mecke und Hendrik Adrian die besten Lösungen aufzeigen.

Unser Mehrwert: Eine individuelle Wärmeplanung, die über die reine Gesetzeserfüllung hinausgeht. Mit Mehrwert für die Gemeinde, strategischer Grundlage für lokale Versorger und einer konkreten Informationsbasis für die Öffentlichkeit und einem Prozess, der durch unsere Online-Tools begleitet wird.

Ansprechpartner: Marc Mecke
Ansprechpartner: Hendrick Adrian

2. Prozessautomatisierung und Digitalisierung als Schlüssel zum Erfolg

Daten sind die Basis jeder Planung. Deshalb wurde die kommunale Wärmeplanung vom Gesetzgeber als Informationsaustausch aller Beteiligten designt. Bestehende Planungen von EVUs, Netzbetreibern, Industrie, Gewerbe und Wohnungswirtschaft sollen zusammenfließen, wie auch hochauflösende Messdaten.
Um diese Massendatenverarbeitung von Geodaten zu vereinfachen, haben wir sogenannte ETL-Prozesse entwickelt (Extract, Transform, Load). ETL-Prozesse werden in einem Programmiercode abgebildet und verarbeiten unstrukturierte, lückenhafte oder widersprüchliche Daten und verknüpfen diese. Am Ende werden sie in einer einheitlichen Struktur einer Datenbank, zur weiteren Verwendung, gespeichert. Dieser Digitale Zwilling ist unverzichtbar für weitere Schritte.
Unser Automatisierungs-Knowhow konnten wir nicht nur in der kommunalen Wärmeplanung anwenden, sondern auch für die Erstellung des Wärmekataster Berlin. Jedes Gebäude, Heizung, Verbrauch, jeden Netzanschluss und Netzverlauf der Hauptstadt haben wir verarbeitet, verknüpft und strukturiert aufbereitet. Alles in digitalen Open-Source Prozessen, welche auf Knopfdruck neue Daten verarbeiten können, damit das Kataster immer auf dem neusten Stand bleibt. Auf dieser Grundlage erstellt die Senatsverwaltung Berlin die Wärmeplanung und kann die Umsetzung der Wärmewende datengestützt begleiten.
Daneben hat unser Team aus Data Scientists deutschlandweit digitale Zwillinge erstellt. Mittlerweile bilden diese mehr als 10 Mio. Einwohner ab. Zusammen mit unserem Online-Tool simergy können wir diesen visualisieren und unter Verwendung von Rahmenbedingungen Netzabschnitts- sowie Gebäudescharfe Zielszenarien berechnen. Auch in diesem Jahr konnten wir simergy weiterentwickeln und haben das Front-End erweitert, neue Funktionen ergänzt und den KWP-Prozess z. B. durch eine intelligente Berichtserstellung direkt aus dem Online-Tool weiter automatisiert.

Unser Mehrwert: Unsere erfahrenen Data Scientists analysieren Datenstrukturen, erstellen individuelle Datenverarbeitungsroutinen sowie Prozessautomatisierungen und Dashboards.

Ihr Ansprechpartner: Christoph Reichenbach

3. Wie geht es nach der KWP weiter?

Deutschland wird nach wie vor zu gut 3/4 fossil beheizt - nur durch eine Gebietseinteilung und einen Abschlussbericht der KWP ist die Wärmeversorgung nicht direkt dekarbonisiert. Darum wird es immer wichtiger, Bürger:innen besser über die Ergebnisse zu informieren und die Wahl der richtigen Heizung zu erleichtern. ce|co zahlt mit dem eigens entwickelten WärmeWegWeiser genau auf diese Herausforderungen ein und ermöglicht eine niederschwelliges Beratungsangebot auf dem Weg zur besten Heizungslösung. Weitere Infos hier Mit der Demoversion des Warmewegweisers die Beratung von Morgen heute schon testen. 

Ihr Ansprechpartner: Bianca Lehmann 

 

Außerdem werden wir uns vermehrt auf die Netzplanung und Netzberechnung fokussieren. Dies bezieht Wärmenetze und hydraulische Netzberechnung ein. 

Ihr Ansprechpartner: Dr. Andreas Weissenbrunner 

Aktuell sind Gasnetze weiterhin die wichtigste leitungsgebundene Art der Wärmeversorgung. Netzbetreiber stehen vor enormen Herausforderungen, denn das Geschäftsfeld wird bis 2045 ohne weiteres Handeln wegbrechen. Durch unsere digitalen Werkzeuge können wir jahresscharfe und gebäudescharfe Gasbedarfe berechnen, Potenziale für Biomethan und Wasserstoff ermitteln und Gasnetzumstellungen sowie -abschaltungen simulieren. Zusammen mit Netzbetreibern finden wir den wirtschaftlich und technisch besten Pfad in einem Gasnetztransformationsplan.

Unser Mehrwert: Unsere gebündelte Wärmemarkt-Expertise in Kombination mit Daten- und Simulationswerkzeugen macht uns zum idealen Partner für die kommenden strategischen Planungen.
Ihr Ansprechpartner: Elias König