We use cookies to optimize the information on this website for you and to personalize content. So that we can improve the performance of the website, we process anonymized visitor data. By clicking "accept" you agree to the use of these services. In the cookie settings, you can revoke or change your selection at any time. To the privacy policy.

News # Revue KW 4

29. January 2021
news-header

Olten (energate) — Die Grünen verschärfen ihren Klimaplan und haben ihre Fristen vorverlegt. Erste große Erfolge verzeichnet die Region des Swiss Energyparks: 86 Prozent ihres Bedarfs deckten sie mit lokaler erneuerbarer Energie. Wasserstoffanalgen in Bergregionen seien jedoch nicht rentabel, dort sollte in Photovoltaik investiert werden.

EBL: Mobility Hub verzögert sich, Investment-Projekt auf Kurs

In ihrer 120-jährigen Geschichte machte die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) auch Phasen der Erneuerung durch. Deswegen sieht CEO Tobias Andrist das Unternehmen für den schnellen und umfassenden Umbruch durch Energiewende und Digitalisierung gut aufgestellt: “Die ausgezeichnete Ausgangslage der EBL erlaubt es uns […], die Veränderungen als Chance wahrzunehmen.” Die größten Chancen sieht die EBL in der Wärmeversorgung, Stromproduktion und im Stromnetz. Derzeit ist die EBL an mehreren Großprojekten beteiligt. Darunter ist der Bau des Großwärmeverbund Liesetal, in den sie bis 2030 72 Millionen aus eigenen Mitteln investiert.

 

Grüne: Delegierte segnen verschärften Klimaplan ab

Die Grünen wollen bezüglich Klimapolitik schärfere Maßnahmen als bisher vorgesehen. Das beschlossen sie an ihrer Delegiertenversammlung vom 23. Januar. Dabei debattierten sie über ihren erst kürzlich vorgestellten Klimaplan “Schweiz klimapositiv”. Punktuell verschärften sie diesen, etwa in Bezug auf den Finanzplatz, der nun schon bis 2025 statt 2035 seine Investitionen in erneuerbare Energien lenken soll. Die Delegierten nahmen die verschärfte Version schließlich an. In ihrer Klimapolitik gingen sie damit weiter als alle anderen Parteien, schreiben die Grünen. Gemäß ihres Klimaplans soll die Schweiz bis 2030 klimaneutral und spätestens ab 2040 klimapositiv sein.

 

Experten: Kleine Wasserstoffanlagen in Bergregionen nicht rentabel

Experten halten es aus ökonomischen Gründen für wenig sinnvoll, in Bergregionen kleine Wasserstoffanlagen zu bauen. Das geht aus einer Diskussionsrunde im Rahmen der Energieforschungsgespräche vom Alpinen Energie Forschungs Center (AlpEnForCe) hervor. Die Wasserstoffproduktion in den Bergen aus überschüssigem Strom von erneuerbaren Energien würde kurze Transportwege zu Tankstellen ermöglichen. Die kleinen Wasserstoffanlagen seien jedoch sehr teuer, so Christian Bach, Leiter Abteilung Fahrzeugantriebssysteme bei der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). Bergregionen seien eher für Strom aus Photovoltaikanlagen interessant.

 

Swiss Energypark sorgt für Rekord

Die Region des Swiss Energyparks verzeichnete 2020 mit 127 Mio. kWh erzeugter erneuerbarer Energie einen Produktionsrekord, das sind 5 Mio. kWh mehr als 2019. Das Gebiet, auf dem sich das Windkraftwerk Juvent, das Sonnenkraftwerk Mont-Soleil und das Wasserkraftwerk La Goule befinden, habe damit Strom für rund 28.200 Haushalte produziert, schreibt die BKW, Mitinitiantin des Parks. Die Region, die dem Versorgungsgebiet von La Goule entspricht, konnte so 86 Prozent ihres Bedarfs mit lokaler erneuerbarer Energie aus nachhaltigen Quellen decken. Eine derartige Quote sei in dieser Höhe einmalig in der Schweiz, so die BKW.

 

Studie: Stundenpreise rutschen öfter in den Negativbereich

 

Eine Studie der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (Elcom) kommt zu dem Ergebnis, dass es an den Day-Ahead-Märkten in der Schweiz zu einer Zunahme von Stunden mit negativen Preisen kam. Elcom analysierte hierzu negative Preise in der Schweiz, Frankreich und Deutschland in den Jahren 2015 bis 2020. Die meisten negativen Stunden gab es in der Schweiz im Jahr 2020, nämlich 75 Stunden. Laut der Studie habe sich vor allem die durch die Coronapandemie bedingte tiefere Last im Jahr 2020 auf die Anzahl negativer Preise zunehmend ausgewirkt. Ebenfalls sei diese durch den Ausbau von erneuerbaren Energien in Deutschland begünstigt worden. /sb/jg/jr